Maria Eipper-Hoffmann (1898–1990)

Am 29. März 2015 eröffnete das Freilichtmuseum Beuren die Saison mit der Einweihung des Hauses Bühler, das sich ursprünglich in Gäufelden-Öschelbronn befand. Die FGW Herrenberg beteiligte sich mit einer Lesung verschiedener Texte der schwäbischen Heimatdichterin Maria Eipper-Hoffmann (18981990) und einem kurzen Vortrag über ihr Leben am Aktionsprogramm „Von Hopfen, Milch und Pferden“ zur Hauseinweihung . Dabei wurde sie unterstützt von Rose Bauer geb. Eipper, der Tochter von Maria Eipper-Hoffmann.

Maria Hoffmann wuchs in Kuppingen (heute: ein Teilort von Herrenberg) auf. Nach ihrer Heirat mit dem Lehrer Martin Eipper lebte sie von 1921 bis Juli 1936 im Schulhaus in Öschelbronn. Im August 1936 zog die achtköpfige Familie Eipper nach Herbrechtigen. 1948 kehrten Maria und Martin Eipper mit vier Kindern ins Gäu zurück. Die beiden ältesten Söhne waren im Krieg gefallen. Zu schreiben begann Maria Eipper erst im Alter von 66 Jahren, nach dem Tod ihres Mannes. In ihren Gedichten und Erzählungen wird das alltägliche Leben vieler Dorfbewohner der 1920er- bis 1950er-Jahre wieder lebendig.

In ihren drei Büchern „Guck nei ens Gäu“ (1968), „No mai vom Gäu“ (1979) und „Mei Hoamet“ (1988) schildert sie z. B. das Leben „Als es noch keine Wasserleitung gab“ und die inzwischen vergessene Tradition des „Kirbegasts“, berichtet vom „Hopfen zopfen“ und darüber, wie es war „Als die Molkerei kam − und ging“.

Maria Eipper-Hoffmann nahm in ihren Gedichten immer auch zu aktuellen Themen Stellung. Im Gedicht „Nebringen“ ging sie auf die Bildung der neuen Gemeinde „Gäufelden“  ein, den freiwilligen Zusammenschluss der Orte Nebringen, Tailfingen und Öschelbronn im Juli 1971. Mit dem Gedicht „D′Stiftskirch“ schaltete sie sich Anfang der 1970er Jahre in die Diskussion über Erhaltung oder Abriss der Herrenberger Stiftskirche ein.

Die schwäbische Heimatdichterin gehört zu den Frauen, die im Buch „Frauen gestalten Herrenberg“ der Frauengeschihtswerkstatt Herrenberg  porträtiert werden (S. 99–108).